Über das Album / About

With the 2015 released recording, Barbara Bruckmueller wants to pay tribute to her roots. She focused on historic viennese songs, which are her favourites and arranged them in a traditional swing style for big band & voice. With that she created a unique and timeless "feast for the ears".

Wenn d'Engerln auf Urlaub nach Wean kommen, dann kann es sich nur darum handeln der Barbara Bruckmüller Big Band zu lauschen, danach mit'n alten Sünder im Silbernen Kannderl a gutes Weinderl zu trinken und mit'n g'schupften Ferdl und da Mizzi a bissl zu swingen, um sich dann beim Muatterl das Räuscherl auszuschlafen, bevor es wieder himmelwärts geht.

Mit dem neuen, 2015 erschienen Album "Mei Muatterl war a Weanarin"  möchte Barbara Bruckmüller ihren Wurzeln Tribut zollen.  Sie widmet sich dem historischen Wienerlied im  traditionellen Swing Stil  und kreiert daraus ein akustisches Plaisier.  Als gebürtige Wienerin und Enkelin eines Heurigenmusikers lag es doch sehr nahe auch zumindest mit einem Programm  die Leidenschaft für den Jazz und die Big Band mit dem Wiener Lied zu vereinen, sowie auch eigenes in diesem Stil zu schaffen.  

Die Lieder werden von Barbara Stark interpretiert, welche ebenso mit dem Wiener Lied sehr stark verbunden ist.

Als "Die Zwa Wugladn Wawi's" haben beide schon 2004 mit'n   "Pepperl" - Bruckmüller's Großvater - geplauscht und im Trio musiziert.

Es darf sich amüsiert und vergnügt werden. (Pressetext)

Rezension - Rainer Nolden (23.07.2015)

Wiener Schmäh im Big-Band-Sound? Walzerseligkeit mit aufgerautem Blech? Heurigenmusik, dass die Fetzen fliegen? Wer nicht glaubt, dass es das gibt, höre sich die neue CD von Barbara Bruckmueller an. Sie hat keine Berührungsängste, wenn’s um Kitsch und Sentiment(alität) geht.Bei ihr klingt’s nämlich weder nach dem einen noch dem anderen, sondern eher nach Marianne Mendt auf Speed (kleine Info für die Nachfolgegeneration: Mendt gilt als Urmutter des Austropop der Endsechziger Jahre des vergangenen Jahrtausends). Und weil Bruckmueller, Jahrgang 1975, ausgebildete Buchhändlerin, Pianistin und Sängerin [Anm. Barbara Bruckmüller: Barbara Bruckmüller ist keine Sängerin, die wunderbare Stimme auf der CD ist die von Barbara Stark], offenbar keine halben Sachen mag, hat sie sich gleich die Big Band zugelegt, die sie für ihre aufgefrischten Lieder braucht, die Arrangements selbst geschrieben und ihre Musiker dirigiert. Wer bisher vermutete, dass bei Schlagern wie "Heut kommen d’Engerl auf Urlaub nach Wean", "Der g’schupfte Ferdl" oder "Mei Muatterl war a Weanerin" Zupfgeigenhansel- oder bestenfalls Zither-Stimmung angesagt ist, wird sich wundern. Keine Spur von Peter Alexander & Co., nichts von Schmelz und Schmalz eines Nuschel-Mosers oder Grantel-Hörbigers, die jahrzehntelang im Ausland (na gut: in Deutschland) für den Wiener und das Wienerische schlechthin standen. Stattdessen swingt und fegt Bruckmueller durch den austriakischen Oldieladen, dass kein Staubkorn auf dem anderen bleibt. Die Musiker platzen vor Spiellaune und bieten ihrer Sängerin einen locker-luftigen Swingteppich, der in jedem Takt wie frisch gewebt klingt. Bei alldem erhebt sich Barbara Bruckmueller nicht ironisch-herablassend über den antiquierten Liederschatz, der lange vor ihrer Geburt angehäuft wurde, sondern präsentiert ihn mit einem verschmitzten Lächeln, ein bisschen Herzweh und Respekt vor der Leistung von Komponisten und Textern wie Bronner, Gruber und Lang. So schlecht war damals nämlich auch nicht alles ... Übrigens: Für Hörer, die des Wienerischen unkundig sind, ist im Booklet die englische Version der Texte beigefügt. Damit auch die Piefkes was verstehen. Rainer Nolden Barbara Bruckmueller, "Mei Muatterl war a Weanerin", Bicolorious Music Records (BicoMR 2015-01)